Hoher Fleischanteil im Tierfutter – warum tierisches Protein so wichtig ist
Die 7 Qualitätskriterien im Überblick
Die Gesundheit von Hunden und Katzen hängt stark von der Qualität ihres Futters ab. Rohstoffqualität, Verarbeitung, Zusatzstoffe oder auch die Stabilität einer Rezeptur können entscheidend dafür sein, wie gut ein Futter langfristig vertragen wird.
FEDOR Tiernahrung hat sich deshalb sieben verbindliche Qualitätskriterien auferlegt. Nur Produkte, die alle diese Kriterien erfüllen, dürfen den Markennamen FEDOR tragen – und geben Tierhaltern die Sicherheit, dass diese wichtigen Qualitätsanforderungen erfüllt sind.
Wenn Hunde oder Katzen nicht das richtige Protein bekommen
Viele Hunde und Katzen zeigen im Laufe ihres Lebens Auffälligkeiten wie stumpfes Fell, Juckreiz, Verdauungsprobleme oder allgemeine Leistungsschwäche. In vielen Fällen wird zunächst nach einzelnen Zutaten gesucht, die diese Probleme verursachen könnten.
Häufig liegt die Ursache jedoch nicht an einem bestimmten Rohstoff, sondern daran, dass das Futter zu wenig tierisches Protein enthält oder ein ungünstiges Verhältnis zwischen tierischem und pflanzlichem Protein aufweist. Wie hoch ist der Fleischanteil im Tierfutter?
Hunde und Katzen sind auf tierisches Protein angewiesen
Hunde und Katzen sind keine Pflanzenfresser. Ihre Verdauung und ihr Stoffwechsel sind darauf ausgelegt, Nährstoffe aus tierischen Rohstoffen zu verwerten.
Das bedeutet nicht, dass pflanzliche Bestandteile grundsätzlich problematisch sind. Entscheidend ist jedoch, dass ein ausreichender Anteil des Gesamtproteins aus tierischen Quellen stammt.
Tierisches Protein enthält Aminosäuren in einer Zusammensetzung, die für den Organismus von Hunden und Katzen besonders gut verwertbar ist. Viele dieser Aminosäuren sind für das Tier essenziell, das heißt, sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden.
Auch die Verarbeitung von Tierfutter kann beeinflussen, wie gut ein Futter vom Organismus verwertet wird.
Protein ist nicht gleich Protein
Sowohl pflanzliche als auch tierische Proteine bestehen aus Aminosäuren. Der Unterschied liegt jedoch in der Zusammensetzung dieser Aminosäuren und in ihrer Verwertbarkeit für den Organismus.
Während wir Menschen als Allesesser essentielle Aminosäuren aus vielen verschiedenen Lebensmitteln aufnehmen können, beziehen Hunde und Katzen einen großen Teil dieser Aminosäuren natürlicherweise aus tierischen Proteinquellen.
Ein Futter kann durchaus einen hohen Gesamtproteingehalt aufweisen, ohne dass dieser überwiegend aus tierischem Protein stammt. Für Tierhalter ist es deshalb wichtig zu verstehen, woher das Protein im Futter tatsächlich stammt.
Zu wenig Fleischanteil im Tierfutter kann zu Problemen führen
Wenn der Anteil an tierischem Protein im Futter zu gering ist, kann das langfristig zu verschiedenen Auffälligkeiten führen.
Mögliche Folgen einer unausgewogenen Proteinversorgung können zum Beispiel sein:
- stumpfes oder glanzloses Fell
- Juckreiz oder Hautprobleme
- Verdauungsprobleme
- Durchfall
- allgemeine Leistungs- oder Vitalitätsprobleme
Ein ausreichend hoher Fleischanteil im Tierfutter bildet deshalb eine wichtige Grundlage für eine artgerechte Ernährung von Hunden und Katzen.
Neben dem Fleischanteil können auch chemische Zusatzstoffe im Tierfutter eine Rolle für die langfristige Verträglichkeit spielen.
Auch zu viel Protein kann problematisch sein
Neben einem zu geringen Anteil an tierischem Protein kann auch eine dauerhaft überhöhte Proteinzufuhr zu Problemen führen.
In der Natur nimmt ein Wolf bei erfolgreicher Jagd große Mengen Nahrung auf, die überwiegend aus Fleisch bestehen. Danach folgen jedoch häufig längere Phasen ohne Nahrung.
Ein Hund hingegen erhält in der Regel täglich eine Mahlzeit. Deshalb benötigt er ein anderes, ausgewogeneres Verhältnis zwischen Fleisch, Fetten und Kohlenhydraten als ein Wolf in freier Natur.
Entscheidend ist also nicht nur die Menge des Proteins, sondern das richtige Verhältnis der Nährstoffe im Futter.
Warum der Fleischanteil im Tierfutter oft schwer zu beurteilen ist
Die Zusammensetzung eines Futters muss laut Gesetz auf der Verpackung angegeben werden. Dabei werden die Rohstoffe unter dem Punkt „Zusammensetzung“ entsprechend ihres Gewichts in absteigender Reihenfolge aufgeführt.
Das bedeutet: Der Rohstoff mit dem höchsten Gewicht wird an erster Stelle genannt.
Diese Angabe kann jedoch leicht missverstanden werden. So kann beispielsweise eine Fleischkomponente an erster Stelle stehen, obwohl der tatsächliche Anteil an tierischem Protein im Verhältnis zu pflanzlichen Bestandteilen relativ gering ist.
Hinzu kommt, dass sich Angaben zum Fleischanteil häufig auf frische Rohstoffe beziehen, die einen hohen Wasseranteil enthalten.
Beispiel: Frisches Fleisch im Trockenfutter
Angaben zum Fleischanteil im Tierfutter wirken auf den ersten Blick eindeutig. Bei Trockenfutter muss jedoch berücksichtigt werden, dass frisches Fleisch einen sehr hohen Wasseranteil enthält.
| Angabe auf der Verpackung | Tatsächlicher Anteil im Trockenfutter |
|---|---|
| 40 % frisches Lammfleisch | ca. 6 % tatsächlicher Fleischanteil im Trockenfutter |
| 70–80 % Wasseranteil im frischen Fleisch | nur etwa 20–30 % bleiben nach der Trocknung übrig |
| Angabe wirkt sehr hoch | tatsächlicher Fleischanteil deutlich niedriger als die Angabe |
Die Angabe „40 % frisches Fleisch“ bedeutet also, dass im fertigen Trockenfutter tatsächlich nur etwa 6 % getrocknetes Fleisch enthalten sind.
Dieses Beispiel zeigt, warum Angaben zum Fleischanteil auf der Verpackung leicht missverstanden werden können.
Entscheidend ist nicht nur die Prozentangabe, sondern der tatsächliche Fleischanteil im fertigen Trockenfutter. Die Prozentangabe auf der Verpackung bezieht sich auf frisches Fleisch mit hohem Wasseranteil. Durch den hohen Wasserverlust bleibt im fertigen Trockenfutter nur ein deutlich geringerer Fleischanteil übrig.
Hohe Prozentangaben auf der Verpackung können deshalb leicht missverstanden werden. Entscheidend ist nicht nur die Angabe auf dem Sack, sondern der tatsächliche Fleischanteil im fertigen Trockenfutter.
Fleischanteil und Deklaration
Um den Fleischanteil im Futter richtig beurteilen zu können, ist es wichtig zu verstehen, wie Rohstoffe im Tierfutter deklariert werden. Welche Unterschiede es dabei gibt, erklären wir im Artikel zur offenen Deklaration bei Tierfutter.
Neben der Deklaration spielt auch die Qualität der verwendeten Fleischrohstoffe eine entscheidende Rolle.
Hoher Fleischanteil als Qualitätskriterium bei FEDOR
Bei FEDOR Tiernahrung wird der Fleischanteil konsequent in Trockensubstanz angegeben. Zusätzlich wird der Anteil des tierischen Proteins am Gesamtproteingehalt ausgewiesen.
Beispiel:
Hohe Proteinqualität: 75 % tierisches Protein
Diese Angabe zeigt genau, welcher Anteil des gesamten Proteingehalts aus tierischen Rohstoffen stammt.
Die Angabe des Anteils an tierischem Protein gehört zu den sieben verbindlichen Qualitätskriterien von FEDOR Tiernahrung.
Nur Produkte, die alle sieben Qualitätskriterien erfüllen, dürfen den Markennamen FEDOR tragen. Für Tierhalter bedeutet das: Die wichtigsten Qualitätsanforderungen werden bei jedem Produkt konsequent eingehalten.
Zusammenfassung
Der Fleischanteil im Tierfutter ist eine wichtige Grundlage für eine artgerechte Ernährung von Hunden und Katzen. Entscheidend ist dabei nicht nur die Gesamtmenge an Protein, sondern vor allem der Anteil an tierischem Protein.
Angaben zum Fleischanteil können jedoch leicht missverstanden werden, wenn sie sich auf frische Rohstoffe mit hohem Wasseranteil beziehen.
Wer Futtermittel richtig beurteilen möchte, sollte deshalb immer darauf achten,
- wie der Fleischanteil angegeben wird
- aus welchen Rohstoffen das Protein stammt
- und wie hoch der Anteil an tierischem Protein tatsächlich ist
Ein ausreichend hoher Anteil an tierischem Protein gehört deshalb zu den zentralen Qualitätskriterien von FEDOR Tiernahrung.
Weitere Informationen: Buchempfehlung „Katzen würden Mäuse kaufen: Schwarzbuch Tierfutter„