Chemische Zusätze im Tierfutter – worauf Tierhalter achten sollten

Die 7 Qualitätskriterien im Überblick

Die Gesundheit von Hunden und Katzen hängt stark von der Qualität ihres Futters ab. Rohstoffqualität, Verarbeitung, Zusatzstoffe oder auch die Stabilität einer Rezeptur können entscheidend dafür sein, wie gut ein Futter langfristig vertragen wird.

FEDOR Tiernahrung hat sich deshalb sieben verbindliche Qualitätskriterien auferlegt. Nur Produkte, die alle diese Kriterien erfüllen, dürfen den Markennamen FEDOR tragen – und geben Tierhaltern die Sicherheit, dass diese wichtigen Qualitätsanforderungen erfüllt sind.

Wenn Hunde oder Katzen ihr Futter zwar gerne fressen, aber Probleme bekommen

Viele Tierhalter kennen diese Situation: Der Hund frisst sein Futter mit großer Begeisterung, doch kurze Zeit später treten Probleme auf – etwa Juckreiz, Verdauungsprobleme oder Unverträglichkeiten.

In solchen Fällen wird häufig vermutet, dass ein bestimmter Rohstoff nicht vertragen wird. Ein möglicher Einflussfaktor können jedoch auch chemische Zusätze im Tierfutter sein.

Solche Zusätze werden teilweise eingesetzt, um Futter länger haltbar zu machen oder um Geruch und Geschmack zu beeinflussen.

Warum chemische Zusätze im Tierfutter problematisch sein können

In der industriellen Herstellung von Tierfutter können verschiedene Zusatzstoffe verwendet werden. Dazu gehören beispielsweise:

  • künstliche Aromastoffe

  • Konservierungsstoffe

  • Farbstoffe

  • bestimmte Antioxidationsmittel.

Diese Stoffe erfüllen unterschiedliche Funktionen: Manche verlängern die Haltbarkeit eines Futters, andere beeinflussen Geruch oder Geschmack.

Gerade Aromastoffe können dazu beitragen, dass Hunde oder Katzen ein Futter besonders gerne fressen. Gleichzeitig können solche Zusätze aber auch dazu dienen, den Geruch weniger hochwertiger Rohstoffe zu überdecken.

Warum Geruch für Hunde und Katzen besonders wichtig ist

Der Geruchssinn von Hunden und Katzen ist wesentlich stärker ausgeprägt als beim Menschen.

Während der Mensch nur etwa 6–10 Millionen Riechzellen besitzt, verfügen Hunde und Katzen über ein Vielfaches davon. Tiere orientieren sich deshalb in erster Linie am Geruch eines Futters, nicht am Geschmack.

Diese Fähigkeit wird in der Futtermittelindustrie teilweise gezielt genutzt. Durch Aromastoffe kann ein Futter für Tiere besonders attraktiv wirken – unabhängig davon, welche Rohstoffe tatsächlich enthalten sind.

Die Rolle der Gesetzgebung

Für Tierhalter ist es nicht immer einfach zu erkennen, ob ein Futtermittel chemische Zusätze enthält.

Der Grund dafür liegt auch in der Gesetzgebung. Für einige Zusatzstoffe besteht keine verpflichtende Deklaration auf der Verpackung. Dazu gehören beispielsweise:

  • Farbstoffe

  • Antioxidantien

  • Konservierungsstoffe

  • Aromastoffe.

Wenn solche Stoffe eingesetzt werden, müssen sie nicht zwingend im Detail angegeben werden.

Für Tierhalter bedeutet das: Fehlen entsprechende Angaben auf der Verpackung, lässt sich nicht immer eindeutig erkennen, ob solche Zusätze verwendet wurden.

Woran Tierhalter Futtermittel ohne chemische Zusätze erkennen können

Wer möglichst auf chemische Zusätze im Tierfutter verzichten möchte, sollte daher besonders auf klare Formulierungen in der Deklaration achten.

Typische Hinweise können zum Beispiel sein:

  • „Ohne künstliche Farb-, Geschmacks- oder Konservierungsstoffe hergestellt“

  • „Ohne künstliche Aromastoffe“

  • „Ohne künstliche Zusatzstoffe“.

Solche Aussagen verpflichten Hersteller dazu, diese Angaben auch tatsächlich einzuhalten.

Chemische Zusätze im Tierfutter und Haltbarkeit

Ein häufiger Grund für chemische Zusätze im Tierfutter ist die Haltbarkeit von Futtermitteln.

Konservierungsstoffe können beispielsweise eingesetzt werden, um Produkte vor:

  • Schimmel

  • Bakterien

  • Hefen

  • oder anderen Mikroorganismen

zu schützen.

Eine Alternative besteht darin, Futtermittel so herzustellen, dass sie auch ohne künstliche Konservierungsstoffe ausreichend stabil bleiben.

Bei Trockenfutter spielt vor allem der Feuchtigkeitsgehalt eine entscheidende Rolle für die Haltbarkeit. Liegt dieser bei etwa 10 % oder darunter, können sich Schimmelpilze in der Regel kaum entwickeln.

Tatsächlich liegen rund 95 % der im Handel erhältlichen Trockenfuttersorten ungefähr in diesem Feuchtigkeitsbereich. Rein theoretisch wären Konservierungsstoffe daher bei vielen Produkten gar nicht zwingend notwendig.

Dennoch enthalten zahlreiche Futtermittel Konservierungsstoffe. Der Grund dafür liegt darin, dass diese Stoffe nicht nur vor Schimmel schützen, sondern auch vor Hefen, Pilzen und Bakterien.

Konservierungsstoffe und Antioxidantien – zwei unterschiedliche Stoffgruppen

Viele Tierhalter wissen nicht, dass der Gesetzgeber bei Zusatzstoffen im Tierfutter grundsätzlich zwei unterschiedliche Stoffgruppen unterscheidet.

Die erste Gruppe sind Antioxidantien.
Sie werden eingesetzt, um Fette vor Oxidation zu schützen. Ohne diesen Schutz würden Fette im Futter mit der Zeit ranzig werden. Antioxidantien sorgen daher in erster Linie dafür, dass Fette stabil bleiben.

Die zweite Gruppe sind Konservierungsstoffe.
Ihre Aufgabe ist eine andere: Sie sollen Futtermittel vor dem Verderb durch

  • Schimmel

  • Hefen

  • Pilze

  • und Bakterien

schützen.

Diese beiden Stoffgruppen erfüllen somit unterschiedliche Funktionen bei der Haltbarkeit von Tierfutter.

Wann Tierfutter ohne Konservierungsstoffe hergestellt werden kann

Damit ein Trockenfutter ohne künstliche Konservierungsstoffe stabil bleibt, müssen mehrere Voraussetzungen gleichzeitig erfüllt sein.

Ein niedriger Feuchtigkeitsgehalt allein reicht nicht aus. Entscheidend sind drei Faktoren:

1. Niedriger Feuchtigkeitsgehalt
Der Trocknungsgrad sollte etwa 10 % Feuchtigkeit oder weniger betragen.

2. Einwandfreie und hygienisch einwandfreie Rohstoffe
Die verwendeten Zutaten müssen hygienisch einwandfrei sein. Rohstoffe mit mikrobiologischen Belastungen können das Wachstum von Hefen, Pilzen oder Bakterien begünstigen.

3. Saubere Verarbeitung
Auch die Produktionsbedingungen spielen eine wichtige Rolle. Eine hygienische Verarbeitung verhindert, dass Mikroorganismen während der Herstellung in das Futtermittel gelangen.

Nur wenn diese drei Voraussetzungen erfüllt sind, kann ein Trockenfutter in der Regel ohne künstliche Konservierungsstoffe stabil bleiben.

Chemiefreies Tierfutter als Qualitätskriterium bei FEDOR

Der Verzicht auf chemische Zusätze im Tierfutter ist eines der sieben Qualitätskriterien von FEDOR Tiernahrung.

Bei der Herstellung der Produkte wird bewusst auf:

  • künstliche Farb- und Aromastoffe

  • künstliche Konservierungsstoffe

verzichtet.

Stattdessen werden hochwertige Rohstoffe verwendet, die auch ohne künstliche Zusatzstoffe eine hohe Akzeptanz bei Hunden und Katzen ermöglichen.

Ein entsprechender Hinweis findet sich auch in den Deklarationen der Produkte, beispielsweise:

„Hergestellt ohne künstliche Farb-, Geschmacks- oder Konservierungsstoffe.“

Zusammenspiel mit den anderen Qualitätskriterien

Der Verzicht auf bestimmte chemische Zusätze steht in engem Zusammenhang mit weiteren Qualitätsmerkmalen.

Dazu gehören unter anderem:

Erst das Zusammenspiel dieser Faktoren ermöglicht eine Tiernahrung, die langfristig gut verträglich ist.

Zusammenfassung

Wenn Hunde oder Katzen ihr Futter schlecht vertragen, können verschiedene Faktoren eine Rolle spielen. Neben der Qualität der Rohstoffe können auch chemische Zusätze im Tierfutter Einfluss auf Verträglichkeit und Akzeptanz haben.

Wer bei der Auswahl eines Futters auf klare Deklarationen und möglichst natürliche Zutaten achtet, kann besser einschätzen, welche Qualität ein Produkt tatsächlich besitzt.

Der Verzicht auf chemische Zusätze im Tierfutter ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Qualitätskriterien von FEDOR Tiernahrung.

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